Serverless Computing Service (FaaS)
evrtng functions, Dorfstrasse 1, CH-8934 Knonau (nachfolgend „Provider“)
1. Anwendungsbereich und Vertragsgegenstand
1.1 Diese AGB gelten ausschließlich für Verträge mit Unternehmern (B2B) im Sinne des schweizerischen Obligationenrechts (OR). Sie regeln die Bereitstellung und Nutzung des Serverless Computing Service („Service“).
1.2 Der Service ist eine cloudbasierte Function-as-a-Service (FaaS)-Plattform mit ereignisgesteuerter Ausführung von Code („Functions“), automatischer Skalierung innerhalb systemseitiger Limits und nutzungsabhängiger Abrechnung (Pay-per-use).
1.3 Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich (Textform genügt) zugestimmt.
1.4 Ergänzend gelten die jeweils aktuelle Leistungsbeschreibung, das Service Level Agreement (SLA), die Acceptable Use Policy (AUP), die Preisliste und die Vereinbarung mit Auftragnehmern gemäss revDSG Art. 9. Bei Widersprüchen gehen diese speziellen Dokumente den AGB vor.
2. Leistungsumfang und Shared Responsibility
2.1 Der Provider stellt den Service im Rahmen der aktuellen Leistungsbeschreibung zur Verfügung. 2.2 Der Service umfasst insbesondere die Ausführung von Functions, automatische Skalierung innerhalb der systemseitigen Limits sowie die Anbindung an unterstützte Dienste.
2.3 Nicht geschuldet sind insbesondere dauerhafte Datenpersistenz (sofern nicht separat vereinbart), individuelle Anpassungen oder kundenspezifische Entwicklungen.
2.4 Der Provider ist berechtigt, den Service technisch weiterzuentwickeln, sofern die vertraglich vereinbarten Hauptleistungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
2.5 Shared-Responsibility-Modell: Der Provider ist verantwortlich für die Betriebsfähigkeit der zugrundeliegenden Infrastruktur. Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für seinen Code, dessen Sicherheit, Konfiguration, Datenhaltung, Backups und die gesetzeskonforme Nutzung des Services.
3. Service Levels (SLA)
3.1 Die Verfügbarkeit und weitere Service Levels ergeben sich aus dem separaten SLA.
3.2 Von der SLA-Berechnung ausgenommen sind insbesondere geplante Wartungsfenster, technisch bedingte Cold Starts, kurzfristige Skalierungsverzögerungen, systembedingte Limits sowie Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Providers.
3.3 Bei Unterschreitung der vereinbarten Verfügbarkeit erhält der Kunde die im SLA definierten Service Credits. Diese sind der primäre und abschließende Rechtsbehelf für SLA-Verletzungen und werden auf etwaige Schadensersatzansprüche angerechnet.
4. Pflichten des Kunden
4.1 Der Kunde nutzt den Service ausschließlich vertrags- und gesetzeskonform.
4.2 Dem Kunden ist insbesondere untersagt: Verbreitung von Schadsoftware oder illegalen Inhalten, missbräuchliche Überlastung des Services (Over-Invocation), Umgehung technischer Schutzmaßnahmen oder Limits sowie jegliche Nutzung, die Rechte Dritter verletzt.
4.3 Der Kunde ist verantwortlich für die Entwicklung, den Betrieb und die Sicherheit seines Codes, die korrekte Konfiguration, die Sicherung und Wiederherstellung seiner Daten sowie die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen (einschließlich Datenschutz und Exportkontrollen).
4.4 Der Kunde hat angemessene Datensicherungsmaßnahmen (Backups) vorzuhalten. 4.5 Störungen oder Sicherheitsvorfälle sind dem Provider unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis, zu melden.
5. Vergütung und Zahlungsbedingungen
5.1 Die Nutzung erfolgt auf Basis des Pay-per-use-Modells gemäß der jeweils aktuellen Preisliste.
5.2 Der Provider ist berechtigt, Preise mit einer Frist von 30 Tagen anzupassen. Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Inkrafttreten der Änderung zu.
5.3 Rechnungen sind innerhalb von 30 Tagen netto zu begleichen. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen.
6. Laufzeit und Kündigung
6.1 Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.
6.2 Er kann von beiden Parteien ordentlich mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende gekündigt werden.
6.3 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
6.4 Für Kunden mit Sitz in der EU gelten zusätzlich die in Ziffer 7 geregelten Switching-Bestimmungen des EU Data Act.
7. Daten, Vertragsbeendigung und Switching (Exit)
7.1 Der Kunde bleibt alleiniger Inhaber aller Rechte an seinen Daten und digitalen Assets („exportierbare Daten“). Der Provider erhält nur die zur Leistungserbringung erforderliche, widerrufliche Nutzungslizenz.
7.2 Bei Beendigung des Vertrags (gleich aus welchem Grund) stellt der Provider dem Kunden für mindestens 90 Tage die Möglichkeit zum Export der exportierbaren Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zur Verfügung.
7.3 Zusätzliche Regelung für EU-Kunden (EU Data Act, Kapitel VI): Der Kunde hat das Recht, den Vertrag jederzeit mit einer Höchstfrist von zwei Monaten zu kündigen, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln oder die Daten on-premise zu portieren. Der Provider verpflichtet sich, alle pre-kommerziellen, kommerziellen, technischen, vertraglichen und organisatorischen Hindernisse zu entfernen und in gutem Glauben zusammenzuarbeiten (good faith). Der Switching-Prozess erfolgt ohne unangemessene Verzögerung und innerhalb einer maximalen Transitional Period von 30 Kalendertagen nach Ablauf der Kündigungsfrist (verlängerbar nur bei nachweislicher technischer Undurchführbarkeit). Der Provider gewährt angemessene Unterstützung beim Export und der Migration. Bis zum 12. Januar 2027 dürfen Switching Charges nur kostendeckend und vorab transparent vereinbart werden; ab diesem Datum entfallen sie (außer Early-Termination-Penalties, soweit zulässig). Der Provider stellt eine detaillierte Liste der exportierbaren Daten und etwaiger Ausnahmen (z. B. Trade Secrets) zur Verfügung.
7.4 Nach Ablauf der Exportfrist ist der Provider berechtigt, die Daten vollständig zu löschen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
8. Haftung und Gewährleistung
8.1 Der Provider haftet unbeschränkt für Schäden aus Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie für Verletzungen von Leben, Körper oder Gesundheit.
8.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Provider nur, soweit wesentliche Vertragspflichten verletzt werden, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung auf den typischen, vorhersehbaren Schaden beschränkt und der Höhe nach auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten gezahlten Vergütungen begrenzt.
8.3 Eine Haftung für Datenverlust ist ausgeschlossen, soweit der Kunde seiner Backup-Pflicht (Ziffer 4.4) nachgekommen ist oder der Verlust auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung nicht vermeidbar gewesen wäre.
8.4 Die Haftung für indirekte Schäden, insbesondere entgangenen Gewinn, Nutzungsausfall oder Folgeschäden, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
8.5 Service Credits gemäß SLA sind der abschließende Rechtsbehelf bei Verfügbarkeitsverletzungen. Zwingende gesetzliche Haftungsregelungen (z. B. Produkthaftung) bleiben unberührt.
8.6 Der Provider haftet nicht für Schäden, die aus oder im Zusammenhang mit der Nutzung des Services entstehen, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf Betriebsunterbrechungen, Umsatzverluste, Datenkorruption, Sicherheitsvorfälle oder andere Schäden infolge der Ausführung, Fehlfunktion, Verzögerung oder Nichtverfügbarkeit der Functions des Kunden. Der Kunde anerkennt, dass der Service „as-is” bereitgestellt wird und die alleinige Verantwortung für das Testen und Validieren seiner Functions vor dem produktiven Einsatz trägt. Der Ausschluss gemäss Satz 1 und 2 gilt nicht für Schäden, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Providers zurückzuführen sind.
9. Datenschutz und Auftragnehmer
9.1 Der Provider verarbeitet Personendaten ausschließlich im Auftrag und nach Weisung des Kunden im Einklang mit dem revidierten Bundesgesetz über den Datenschutz (revDSG).
9.2 Die vertraglichen Regelungen mit Auftragnehmern (Stripe, Hosting-Provider) erfolgen gemäss revDSG Art. 9.
9.3 Der Provider trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) zum Schutz der Daten. Der Kunde bleibt Verantwortlicher, der Provider Auftragsbearbeiter.
9.4 Der Beizug von Subprozessoren bedarf der vorherigen Zustimmung des Kunden (allgemeine oder fallbezogene Zustimmung möglich; Widerspruchsrecht). Bei internationalen Übermittlungen werden geeignete Garantien (z. B. Standardvertragsklauseln) eingesetzt.
9.5 Bei Datenschutzvorfällen informiert der Provider den Kunden unverzüglich.
10. Geistiges Eigentum und Vertraulichkeit
10.1 Sämtliche Rechte an vom Kunden eingebrachten Inhalten, Code und Daten verbleiben beim Kunden. Der Provider erhält ein nicht-ausschließliches, auf die Vertragsdauer beschränktes Nutzungsrecht, soweit zur Erbringung des Services erforderlich.
10.2 Beide Parteien verpflichten sich zur vertraulichen Behandlung aller nicht öffentlich zugänglichen Informationen. Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertrags für weitere drei Jahre.
11. Änderungen der AGB und des Services
11.1 Der Provider ist berechtigt, diese AGB sowie den Service mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern ein sachlicher Grund vorliegt (z. B. technische Weiterentwicklung, gesetzliche Änderungen) und die Änderungen für den Kunden zumutbar sind.
11.2 Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. Der Kunde hat das Recht, der Änderung zu widersprechen. Im Falle eines Widerspruchs oder bei wesentlichen Änderungen steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Inkrafttreten der Änderung zu.
12. Schlussbestimmungen
12.1 Es gilt ausschließlich schweizerisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Zwingende Vorgaben des EU-Rechts (insbesondere EU Data Act bei EU-Kunden) bleiben unberührt.
12.2 Ausschließlicher Gerichtsstand ist Zürich, soweit gesetzlich zulässig. Bei zwingendem EU-Gerichtsstandrecht gilt das gesetzlich vorgeschriebene Forum.
12.3 Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die Parteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
12.4 Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform (E-Mail ist ausreichend).
evrtng functions, Knonau, März 2026
B2C-Ergänzung zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Diese Ergänzung erweitert die bestehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von evrtng functions, Dorfstrasse 1, CH-8934 Knonau («Anbieter») um Konsumenten als Kundinnen und Kunden («Konsumenten» gemäss Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, UWG). Die bestehenden B2B-Klauseln bleiben vollumfänglich in Kraft; die nachfolgenden Klauseln ergänzen sie für Konsumentenverträge.
§1.1 Kreis der Kundinnen und Kunden (geändert)
Der Service richtet sich an Unternehmer (B2B) und Konsumenten (B2C). Für Konsumentenverträge gelten neben diesen AGB die konsumentenschutzrechtlichen Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) Art. 219c bis 219i. Widersprechen sich B2B- und B2C-Bestimmungen, geht für Konsumenten die konsumentenfreundlichere Bestimmung vor.
§2 Definitionen
«Konsument» ist eine natürliche Person, die einen Vertrag zu einem Zweck abschliesst, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann (OR Art. 2 lit. c). «Digitale Dienstleistung» ist eine in digitaler Form erbrachte Dienstleistung, einschliesslich der Serverless-Computing-Plattform, der Funktionsausführung und der zugehörigen API-Zugänge, die von evrtng functions bereitgestellt wird.
§3 Widerrufsrecht
§3.1 Gesetzliches Widerrufsrecht
Konsumenten haben das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses (OR Art. 219c Abs. 1).
Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Konsument den Anbieter (evrtng functions, Dorfstrasse 1, CH-8934 Knonau, E-Mail: legal@evrtng.cloud) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. einem auf Papier abgegebenen Brief oder einer E-Mail) über seinen Entschluss, den Vertrag zu widerrufen, informieren. Der Konsument kann dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, was jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass der Konsument die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absendet.
§3.2 Folgen des Widerrufs
Widerruft der Konsument diesen Vertrag, hat der Anbieter ihm alle Zahlungen, die er vom Konsumenten erhalten hat, einschliesslich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass der Konsument eine andere Art der Lieferung als die vom Anbieter angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt hat), unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über den Widerruf dieses Vertrags beim Anbieter eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwendet der Anbieter dasselbe Zahlungsmittel, das der Konsument bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt hat, es sei denn, mit dem Konsumenten wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden dem Konsumenten wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
§3.3 Ausnahme: Erlöschen des Widerrufsrechts bei digitalen Dienstleistungen
Der Anbieter weist den Konsumenten ausdrücklich auf OR Art. 219c Abs. 3 lit. b hin: Das Widerrufsrecht findet keine Anwendung auf Verträge über die Lieferung von nicht auf einem physischen Datenträger gespeicherten digitalen Inhalten oder digitalen Dienstleistungen, wenn der Anbieter mit der Leistungserbringung begonnen hat, nachdem der Konsument ausdrücklich zugestimmt hat, dass er vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistungserbringung beginnt, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.
Die von evrtng functions bereitgestellte Serverless-Computing-Plattform stellt eine digitale Dienstleistung im Sinne dieser Bestimmung dar. Mit der Registrierung für den Service und dem erstmaligen Deployen von Funktionen oder Aufrufen von Actions erklärt der Konsument ausdrücklich, dass mit der Leistungserbringung der digitalen Dienstleistung begonnen werden soll, und nimmt zur Kenntnis, dass das Widerrufsrecht nach OR Art. 219c mit Beginn der Leistungserbringung erlischt.
Das Widerrufsrecht erlischt, sobald einer der folgenden Umstände eintritt, je nachdem, was zuerst geschieht:
- Der Konsument erstellt seinen ersten Namespace auf der Plattform;
- Der Konsument deployed eine Funktion oder Action auf der Plattform;
- Der Konsument ruft eine Funktion oder Action über die API oder das Web-Interface auf;
- Der Konsument bestätigt den Verlust des Widerrufsrechts im Registrierungsprozess.
Der Konsument bestätigt bei der Registrierung durch Setzen eines Häkchens in einer dafür vorgesehenen Checkbox und Klick auf «Bestätigen», dass er gelesen und verstanden hat, dass die digitale Dienstleistung (Serverless-Funktionsausführung) sofort nach der ersten Nutzung beginnt und das Widerrufsrecht mit Beginn der Leistungserbringung erlischt.
§3.4 Vorvertragliche Informationen
Bevor der Konsument durch einen Vertrag gebunden ist, stellt der Anbieter folgende Informationen gemäss OR Art. 219d zur Verfügung:
- Die Identität des Anbieters: evrtng functions, Dorfstrasse 1, CH-8934 Knonau;
- Die wesentlichen Merkmale der digitalen Dienstleistung (Serverless-Computing-Plattform auf Basis von Apache OpenWhisk);
- Den Gesamtpreis der digitalen Dienstleistung oder, falls der Preis nicht im Voraus berechnet werden kann, die Art und Weise, wie der Preis berechnet wird;
- Das Bestehen und die Bedingungen des Widerrufsrechts, einschliesslich der Fälle nach OR Art. 219c Abs. 3;
- Die Mindestlaufzeit des Vertrags, sofern zutreffend (Monatsabonnement bis zur Kündigung);
- Die Funktionsweise und die relevante Interoperabilität des digitalen Inhalts, sofern zutreffend.
§4 Muster-Widerrufsformular
(Bitte ausfüllen und zurücksenden, nur wenn Sie den Vertrag widerrufen möchten)
An: evrtng functions, Dorfstrasse 1, CH-8934 Knonau, E-Mail: legal@evrtng.cloud
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
Bestellt am (*)/erhalten am (*): _______________
Name des/der Konsumenten: _______________
Anschrift des/der Konsumenten: _______________
Unterschrift des/der Konsumenten (nur bei Mitteilung auf Papier): _______________
Datum: _______________
(*) Unzutreffendes streichen.
§5 Gewährleistungsrechte für Konsumenten
Konsumenten behalten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte nach OR Art. 197 ff. und Art. 219g. Der Anbieter gewährleistet, dass der Service im Wesentlichen der Beschreibung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entspricht. Für Konsumentenverträge beträgt die Gewährleistungsfrist zwei Jahre (OR Art. 219g Abs. 1).
§6 Änderungen des Service für Konsumenten
Bei Konsumentenverträgen bedürfen Änderungen des Service oder dieser AGB, die die wesentlichen Merkmale der digitalen Dienstleistung betreffen, der Zustimmung des Konsumenten (OR Art. 219i). Der Anbieter informiert Konsumenten über solche Änderungen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten. Stimmt der Konsument den Änderungen nicht zu, kann er den Vertrag fristlos kündigen und erhält eine anteilsmässige Rückerstattung bereits gezahlter Gebühren.
§7 Anwendbares Recht und Gerichtsstand (Konsument)
Für Konsumentenverträge gilt ausschliesslich Schweizer Recht. Der Gerichtsstand befindet sich am Wohnsitz des Konsumenten (OR Art. 219h). Der Anbieter kann nur am Gericht des Wohnsitzes des Konsumenten Klage erheben.
Keine Bestimmung dieser AGB entzieht den Konsumenten dem Schutz durch zwingende Bestimmungen des Schweizer Rechts, von denen vertraglich nicht abgewichen werden kann.
§8 Sprache
Diese AGB liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Bei Widersprüchen zwischen den beiden Sprachversionen geht die deutsche Version vor.
Anhang: Das Muster-Widerrufsformular ist in §4 oben enthalten.
evrtng functions, Dorfstrasse 1, CH-8934 Knonau. Version 1.0. Schweizer Recht ist anwendbar.
